Am 25. Jänner erscheint das Debütalbum der jungen Band diver auf dem Label INK MUSIC. Mit Hang zu leisen Tönen hat diver live schon für Aufsehen gesorgt. Unter anderem auf internationalen Festivals wie der Popkom. Jetzt stellen sie sich im Interview vor.
Zum Einstieg: Könnt ihr euch kurz vorstellen?
Wir – Wolfgang, Ebs und Olaf – sind das 3er-Gespann diver. Abseits unserer Studienwege haben wir uns der Indiefolk/Popmusik verschrieben.
Am 20. Jänner erscheint euer Debütalbum „Kites“. Wie war der Weg dorthin und wie fühlt ihr euch jetzt, so kurz vor der Veröffentlichung?
Wahrscheinlich kann jede Band, die ein Album aufgenommen hat, ein Lied davon singen, dass der Weg immer wieder etwas steinig gewesen ist. Welche Songs möchte man auf das Album geben? Inwieweit nutzt man die Möglichkeiten im Studio, um das Arrangement den eigenen Gedanken noch mehr anzunähern? Außerdem entwickelt man sich ja ständig weiter, und so besteht die Gefahr, dass man eigentlich schon abgeschlossene Lieder mit dem neuen Erfahrungshorizont immer wieder aufrollt. Aber irgendwann muss man dann einfach einen Schlussstrich setzen, um ein Album fertigzubekommen. Wir haben letztlich über ein halbes Jahr lang viel aufgenommen, probiert, diskutiert und auch gestritten und zum Schluss sind wir einfach nur überglücklich mit dem Ergebnis. Das war es wert!
Für alle, die euch nicht kennen: Wie würdet ihr euer Album in ein paar Worten beschreiben? Was ist euch ganz besonders wichtig?
Ein Wechsel aus Intimität und großen Momenten, Nachdenklichkeit und Gefühl, Harmonie und Brüchen. Dabei immer den akustischen Wurzeln treu.
Wie läuft bei euch das Songwriting ab? Woher kommen die kreativen Ideen bzw. die Lyrics? Habt ihr musikalische Vorbilder?
In den zwei Jahren, die es diver mittlerweile gibt, hat sich das Songwriting eigentlich nie verändert. Woher ein Gedanke kommt, lässt sich nur schwer beantworten. Wir schreiben einfach das, was uns innerlich oder äußerlich bewegt. Text und musikalisches Grundgerüst kommen eigentlich immer von einem Einzelnen; anschließend wird das Lied via Internet an die anderen verschickt, die wiederum ihre Ideen dazu aufnehmen und Änderungen vorschlagen. Und so geht das hin und her. Dadurch hat jeder die Zeit, den richtigen Moment für sich und das Stück zu finden. Erst ganz zum Schluss treffen wir uns und spielen die Songs zusammen.
Sicherlich haben wir Vorbilder, allerdings sind diese, wie unsere Einflüsse auch, von sehr verschiedener Art. Das reicht von Punk über Folk hin zu Klassik. Da lässt sich eigentlich nur schwer etwas konkret rausfiltern. Aber ein paar Künstler, die wir alle sehr schätzen und unsere Musik direkt oder indirekt beeinflusst haben, sind wohl Bon Iver, Bob Dylan, Feist oder auch Kings of Convenience.
Wenn ihr auf die Bühne geht – was ist das für ein Gefühl und welche Gedanken gehen euch da durch den Kopf?
Eine innere Aufgeregtheit gibt’s eigentlich immer und das macht auch einen gewissen Reiz am Live-Konzert aus. Denn man spielt ja nicht mehr für sich, sondern tritt dann der Erwartungshaltung eines Publikums entgegen. Vor einem Konzert suchen wir einen ruhigen Moment, um möglichst gleich zu Beginn in die Musik „reinzukippen“. Mal gelingt das, mal nicht. Ziel ist es, die Lieder so intensiv und glaubwürdig wie nur möglich zu spielen, um das Publikum zu berühren. Live zu spielen, ist sicherlich eines der schönsten Dinge am ganzen Musikerdasein.
Das erste Album ist geschafft – wie stellt ihr euch euren weiteren musikalischen Weg vor?
Wir haben wirklich sehr viel Kraft und Arbeit in dieses Album gesteckt und sind jetzt erstmal wahnsinnig froh, dass wir „Kites“ in den Händen halten. Wir möchten – mit dem Album im Gepäck – in naher Zukunft natürlich so viel wie möglich live spielen, um unsere Musik weiter zu verbreiten; alles, was danach passiert, lassen wir auf uns zukommen.
Zum Abschluss: Habt ihr einen Ratschlag für die vielen hoffnungsfrohen Jungmusiker Wiens?
Ratschläge zu geben, ist nicht so unser Ding, aber das Wichtigste zu Beginn ist, so viel wie möglich live zu spielen.






