Ob du deine Haare stehen lässt oder sie entfernst, bleibt dir überlassen. Möglichkeiten der Haarentfernung gibt es genug. Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden.

3. Jun. 2011PrintArtikel senden

Nass rasieren: Schnelles Ergebnis, kurze Dauer

Beim Nassrasieren verwendet man Rasierschaum und einen Nassrasierer. Wer keinen Rasierschaum hat, kann auch Shampoo oder Duschgel verwenden. Spezielle Körperhaar-Rasierer schonen die Haut mehr als ein billiges Modell. Gegen den Wuchs wird die Rasur gründlicher – allerdings kann dann die Haut beleidigt reagieren.

Vorteil
: Es geht schnell und einfach und ist günstig.

Nachteil
: Es hält nur ein paar Tage, dann muss man es wiederholen. Hautirritationen (rote Pusteln) entstehen häufig. Die nachgewachsenen Stoppeln fühlen sich rau an und erinnern mehr an ein Reibeisen als an zarte Haut.

Besonders geeignet ist Nassrasieren unter den Achseln und in der Bikini- bzw. Badehosenzone.

Enthaarungscreme: Aufwendig, aber wirksam

Ob Gel, Schaum, Lotion oder Stick: Die Enthaarungscreme wird auf die Stelle, wo Haare entfernt werden sollen, aufgetragen. Nach einigen Minuten Einwirkzeit kann die Creme mitsamt den Härchen entfernt werden.

Vorteil: Die Cremes, Gels usw. sind schmerzlos, die Haare wachsen weniger stoppelig nach als bei einer Rasur.

Nachteil: Es ist aufwendig und die Haare wachsen nach einigen Tagen wieder nach. Es ständig zu wiederholen, ist mühsam. Die Haarstärke bestimmt, wie lang die Einwirkzeit sein muss. Die Cremes haben auf dem Beipackzettel oft zu wenig angegeben. Lässt man es länger oben, kann es allerdings zu Hautrötungen führen.

Besonders geeignet ist die Verwendung von Enthaarungscreme unter den Achseln und in der Bikini- bzw. Badehosenzone.

Epilieren: Nichts für schwache Nerven

Mittels eines Epilierers werden die Haare entfernt. Er zieht die Haare mitsamt der Wurzel heraus.

Vorteil: Das Haar wird mit der Wurzel entfernt. Es wächst feiner und nach frühestens einer Woche nach. Bei oftmaligem Epilieren werden die Härchen insgesamt weniger (ganz weg gehen sie allerdings nicht). Die Haut bleibt glatt, auch wenn das Haar nachwächst.

Nachteil: Es tut weh, vor allem die ersten Male. Bis zu einem Monat, wie in der Werbung oft versprochen, wirkt das Epilieren aber nicht. Beim Epilieren muss das Haar eine Mindestlänge von ein paar Millimetern haben. Ein guter Epilierer ist auch teuer (meist ab 50 Euro).

Besonders geeignet ist das Epilieren für die Beine. Achsel, Bikini- oder Badehosenzone sind für diese Methode viel zu empfindlich.

Wachsen: Kurz und schmerzhaft

Es ist, wie wenn man ein gut klebendes Pflaster herunterreißt. Allerdings ein sehr großes. Es gibt zwei Methoden: Das Warmwachs wird durch Erhitzen weich gemacht. Dann trägt man es auf und bedeckt es mit einem Stoffstreifen. Härten lassen und mit einem kräftigen Ruck gegen den Haarwuchs abziehen. Kaltwachs wird einfach aufgedrückt und abgezogen. Achtung: Die Haut muss gewaschen und fettfrei (keine Lotion verwenden!) sein.

Vorteil: Die Haare werden mitsamt der Wurzel entfernt. Wie beim Epilieren gilt: Das Haar wächst feiner und nach frühestens einer Woche nach. Bei oftmaligem Wachsen werden die Härchen insgesamt weniger (ganz weg gehen sie allerdings nicht). Die Haut bleibt glatt, auch wenn das Haar nachwächst.

Nachteil: Aua! Ratsch und weg: Nichts für Schmerzempfindliche. Will man den Nachwuchs wachsen, muss das Haar eine Mindestlänge von ein paar Millimetern haben.

Lasern: Wer Geld übrig hat …

Die permanente Haarentfernung im Kosmetikstudio, mittlerweile gibt es auch Laser-Haarentferner zu kaufen. Das Prinzip: Laserstrahlen werden auf das Haarfollikel gerichtet und die Haarwurzel wird zerstört.

Vorteil: Wer mehrere Sitzungen hinter sich hat, ist von einem Großteil der Härchen lebenslang befreit.

Nachteil: Mehrere Sitzungen sind notwendig, damit das Ergebnis passt – mindestens vier, meist mehr. Und das kostet. Eine einzige Sitzung kostet rund 100 Euro! Auch die Laser-Haarentfernungsgeräte kosten ab 300 Euro aufwärts. Weiße oder sehr blonde Haare können nicht entfernt werden.

Sugaring: Zuckersüße Behandlung

Haarentfernung mit Zucker? Ja, das geht. Eine klebrige, warm gemachte Masse, die wie flüssige Zuckerwatte aussieht, wird auf die Haut aufgetragen. Das Haar wird nicht gegen, sondern in Wuchsrichtung herausgezogen.

Vorteil: Lang anhaltend und nicht besonders schmerzintensiv

Nachteil: Das Sugaring selbst durchzuführen, ist schwierig, weil man nicht weiß, wann der Zucker hart genug ist. Das Abziehen kann dann auch wehtun. Im Kosmetikstudio sollte die Behandlung schonend sein. Wendet man es für den ganzen Körper an – also Bikinizone, Achseln und Beine – kann es auch teuer werden. (Sugaring der Unterschenkel kostet rund 30 Euro.)

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