Du hast tausend Fragen rund um das „ersten Mal“? Dann gibt dir der Film „Sex we can“ vielleicht die richtigen Antworten darauf.
Mit den Eltern reden ist peinlich, mit den LehrerInnen noch viel mehr. Die beste Freundin hat ebenfalls keine Ahnung und bei Aufklärungsfilmen schlafen einem nach drei Minuten die Füße ein. Woher also Infos bekommen, die weder langweilen noch schlüpfrig sind oder am Ende gar verunsichern? Von einem Aufklärungsfilm der etwas anderen Art zum Beispiel. Den kannst du dir jetzt auch im Internet downloaden. Der Clou dabei: Der Film ist eine Fake-Doku-Soap, wo das Thema Nr. 1 sowohl aus der Sicht des Mädchens als auch aus der Sicht des Burschen beleuchtet wird. Was das heißt? Ganz einfach: Im Film wird über Sex so geredet, wie Jugendliche eben über Sex reden. Offen, direkt, neugierig, manchmal unsicher, manchmal verschämt und manchmal ängstlich – wie im richtigen Leben halt. Und während die Filmfiguren ihre ersten Liebes- und Sexerfahrungen machen, kann man sie dabei begleiten und erhält gleichzeitig Antworten auf Fragen zu den Themen Aids, Verhütung, Geschlechtskrankheiten, Körperbewusstsein und alles andere, was zum Erwachsenwerden dazugehört. Möglich machen das in die Handlung eingestreute Info-Sequenzen. Damit das Ganze nicht zu peinlich wird, kommt natürlich auch der Humor nicht zu kurz.
Zielgruppe Jugendliche und PädagogInnen
Der Film ist in drei Episoden gegliedert und vermittelt neben einer gesunden Einstellung im Umgang mit Sexualität auch relevante Fakten zum Thema. Gerichtet ist er an Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Er soll in der Sexualaufklärung in und außerhalb der Schule zum Einsatz kommen und bestehende Aufklärungsaktivitäten ergänzen. Bei der Konzeption des Films war eine hochkarätig besetzte ExpertInnengruppe involviert. Begleitend werden pädagogisch aufbereitete Inhalte auf der entsprechenden Internetseite angeboten. Das Material bietet sowohl für Jugendliche als auch für PädagogInnen die Chance, sich verstärkt dem Thema Sexualität und Aufklärung zu widmen. Den Jugendlichen soll Mut zur Kommunikation gemacht und vor allem Mädchen darin unterstützt werden, auf sich und ihren Körper zu achten und gegebenenfalls Nein zu sagen.
Sexualaufklärung in Wien
Der neue Animationsfilm "Sex, we can?!" des Wiener Programms für Frauengesundheit und des ICE-Vienna ergänzt bestehende Sexualaufklärungsaktivitäten innerhalb und außerhalb von Schulen. So führt etwa das Österreichische Institut für Sexualpädagogik im Auftrag der Wiener Gesundheitsförderung sexualpädagogische Workshops an allen öffentlichen Schulen Wiens für die 8. Schulstufe durch. Jedes Jahr sind zwei verschieden Bezirke an der Reihe - im Schuljahr 2009/10 der 10. und 20. Bezirk. . In den Frauengesundheitszentren FEM und FEM Süd werden neben Workshops auch Einzel- und Paarberatungen durchgeführt. Darüber hinaus sind in der Krankenanstalt Rudolfstiftung, im SMZ-Ost, im Kaiser-Franz-Josef-Spital und im AKH Wien „First Love Ambulanzen“ eingerichtet. Schulklassen besuchen auch regelmäßig die gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung im AKH Wien. In den 1. Klassen der rund 300 Klassen der Wiener Berufsschulen führen drei Teams des Gesundheitsdiensts der Stadt Wien (MA 15), bestehend aus SexualpädagogInnen und GesundheitspsychologInnen, regelmäßigen Aufklärungsunterricht durch.







