Fanni „funnygirl“ Moresche hat „City & Life“ verraten, was ihr an Parkour so gut gefällt. Eines steht jedenfalls fest: Der Sport schaut spektakulär aus. Sprünge, Wände hinauflaufen wie Spider Man, an Laternenmasten hinabgleiten.
Fanni hat vor drei Jahren mit Parkour begonnen. Heute ist die 16-Jährige voll dabei. Sie trainiert vier bis fünf Mal pro Woche. Und hat Erfolg damit: Fanni hat schon in einer Doku über die Sportart, einem Kurzfilm und einem Werbespot mitgewirkt. „Mir gefällt an Parkour, dass ich machen kann, was ich will“, erzählt sie. Begonnen hat alles im Andreaspark, wo sie andere Traceure beim Training beobachtet hat (so heißen die Menschen, die Parkour ausüben). „Ich war zu schüchtern, um zu fragen, ob ich mitmachen kann.“
Vom Zuschauen gelernt
Also hat Fanni einfach nachgemacht, was sie gesehen hatte. „Irgendwann bin ich den anderen aufgefallen, und sie haben mich angesprochen. Seitdem trainieren wir gemeinsam.“ Wenn sie nicht im Andreaspark traceurt, dann auf der Donauinsel, im Esterházypark oder im MuseumsQuartier. „Aber im Grunde kann man diesen Sport überall ausüben. Das ist das tolle daran.“ Und man braucht auch keine spezielle Ausrüstung. Solide Schuhe mit gutem Grip sind ratsam. Und Kleidung, die möglichst viel Bewegungsfreiheit zulässt. Ansonsten ist die Regel: Es gibt keine.
Aller Anfang ist schwer
„Das heißt aber nicht, dass es nichts zu beachten gibt“, sagt Martin Dworak. Er ist Jugendarbeiter und übt Parkour seit sechs Jahren aus. „Am Anfang muss man lernen, wie man die Bewegungen macht, ohne dass die Gelenke darunter leiden.“ Außerdem muss man sich nicht gleich in Schwindel erregende Höhen begeben. „Von einer Mauer zur nächsten zu springen, ist eine Herausforderung, egal ob diese zwei Meter oder 20 Zentimeter hoch sind. Darum geht es für mich beim Parkour: Herausforderungen überwinden.“
Workshops für Mädchen
Dworak veranstaltet die „Girl’s Jam“-Workshops. In ihnen gibt er speziell Mädchen Parkour-Tipps. „Am Anfang waren es fast ausschließlich Burschen, die traceurt haben. Das hat viele Mädchen abgeschreckt. Jetzt ist es zwar schon viel ausgeglichener, trotzdem fällt es Mädchen oft leichter, zuerst ohne Burschen in den Sport hineinzuschnuppern.“ Bei den „Girl’s Jam“-Workshops unterstützt ihn Fanni als eine von mehreren Coaches. Bis zur Matura hat sie noch drei Jahre, aber ihren Traumjob kennt sie schon: „Ich würde gern Stuntfrau werden.“ Wir wünschen ihr viel Glück.











