Blond, rot oder tiefschwarz: Laut der EU ist das für unter 16-Jährige verboten. Musst du jetzt ständig mit dunklem Nachwuchs leben? Wir klären auf.
Dieses Thema könnte noch für viel Zündstoff und einige Diskussionen sorgen. Denn geht es nach einer neuen EU-Verordnung, ist seit dem 1. September 2011 das Haarefärben für alle unter 16 Jahren verboten. Der Grund: 2009 ist ein Jugendlicher aus Schottland nach dem Haarefärben an einem allergischen Schock gestorben!
Die meisten Haarfarben und Tönungen enthalten eine bestimmte Substanz. Sie können allergische Reaktionen auslösen, wie Hautausschläge, Rötungen und Schwellungen im Gesicht und am Haaransatz. Jeder zweite Jugendliche ist allergiegefährdet. Daher sind Oxidationshaarfärbemittel für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet. In Zukunft soll es einen Warnhinweis auf den Produkten geben.
Gibt es andere Möglichkeiten?
Ob es Alternativen (das heißt: andere Möglichkeiten) zu den verbotenen Färbemitteln geben wird, ist noch nicht klar. „Produktalternativen werden wir erst sehen, wenn die Kennzeichnungsfrist abgelaufen ist. Nicht gekennzeichnete Produkte können dann als Alternativen verwendet werden … Wobei es derzeit so aussieht, als werden wirklich alle Produkte mit diesen Warnhinweisen versehen“, erklärt die Wiener Friseur- und Haarfarbexpertin Katharina Strassl in einem Interview mit vienna.at.
Selber färben? Lieber nicht.
Wer trotzdem nicht gänzlich auf Farbe in den eigenen Haaren verzichten will: Strähnen machen! Denn: „Bei dieser Technik kommt der Farbbrei nicht mit der Kopfhaut in Kontakt.“ Strassl rät auch unbedingt davon ab, sich die Haare selbst in den eigenen vier Wänden zu färben: „Grundsätzlich gilt: Haarfarben gehören vom Profi gemacht. Es kommt auch keiner auf die Idee, sich selbst zu tätowieren.“






