Windeln wechseln im Akkord oder Liegestütz-Tortur? Die größten Vor- und Nachteile von Zivildienst und Bundesheer haben wir für dich zusammengefasst. Damit die Entscheidung etwas leichter fällt.
Zeit als Zivildiener
Die zwei größten Vorteile beim Zivildienst sind ganz klar: die Höhe der Grundvergütung und zwei Wochen dienstfrei. Außerdem kannst du dir deinen Arbeitsplatz selbst aussuchen – und somit auch weiterhin zu Hause wohnen, wenn du das willst. Ab zwei Stunden Anfahrtszeit kannst du eine Unterbringung am Dienstort beantragen.
Der größte Nachteil des Zivildienstes ist die Dauer: neun lange Monate! Was manche auch als negativ empfinden ist das 15-jähriges Waffenverbot für Zivildiener. Ausnahmen können aber beantragt werden.
Grundwehrdiener beim Bundesheer
Der größte Vorteil beim Bundesheer ist die Dauer des Präsenzdienstes. Sie beträgt „nur“ sechs Monate. Somit ist der Grundwehrdienst die kürzere Variante.
Die Nachteile: vor allem die Stationierung in einer Kaserne, die nicht immer in der Nähe zu deinem Wohnort ist – und die Höhe der Grundvergütung. Sie ist niedriger im Vergleich zum Zivildienst. Rekruten haben außerdem keinen Urlaubsanspruch hat. Es hängt von deinem Vorgesetzten ab, ob Du Urlaub bekommst.
Zwei Burschen und zwei Meinungen
Marcus hat sich für den Zivildienst entschieden. „Weil ich gesehen habe, dass mein Bruder beim Bundesheer tagelang nur in der Kaserne herumgesessen ist und nichts getan hat. Außerdem bekommt man als Rettungssanitäter eine gute Ausbildung und lernt viele Menschen kennen.“
David hat ganz andere Meinung: „Ich bin zum Bundesheer gegangen, weil das nicht so lange dauert wie der Zivildienst. Wenn man früher eingezogen wird, verliert man nur ein Semester auf der Uni und nicht gleich zwei. Außerdem sind die Chance auf Krieg in Österreich gleich null. Also auch die möglichen Konsequenzen aus dem Grundwehrdienst sind gering.“
Details zur Grundvergütung
Beim Zivildienst gibt es eine gesetzlich geregelte Grundvergütung von 301,40 Euro im Monat. Je nach Arbeitsplatz können es aber auch ein paar hundert Euro mehr werden.
Beim Bundesheer liegt die Grundvergütung bei 103,27 Euro pro Monat. Zusätzlich erhalten Grundwehrdiener 198,11 Euro Monatsgeld. Dazu können noch Dienstgradzulagen kommen (unter 100€) und eine einmalige Erfolgsprämie von 462,25 Euro – wenn du die Milizausbildung bestehst.
Drei andere Möglichkeiten
Sowohl beim Zivildienst als auch beim Bundesheer gibt es verschiedene Varianten. So kannst du zum Beispiel Auslandsdienst (zwölf Monate) oder Entwicklungshilfedienst (zwei Jahre) leisten. Beim Bundesheer kannst du auch die „Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung“ machen. Sie dauert zwar länger. Dafür verdienst du aber deutlich mehr, nämlich bis zu 1050,49 Euro pro Monat.







