Zirkeltraining – ja bitte

Die Legende geht so: Ein verregneter Mittwoch, Bernd Dörr entdeckte einen Haufen alter Turnmatten und ein paar defekte Turngeräte, die als Sperrmüll am Straßenrand standen. Neugierig fragte er seinen Ersatzteilhändler, was es damit auf sich hätte, und stieß auf einen gerade eingezogenen Reparaturbetrieb für Sporthallengeräte. Fasziniert vom alten Leder mit den vielen Gebrauchsspuren lag der Gedanke nahe, es weiterzuverarbeiten.

Taschen aus recycelten Sportgeräten

Also fragte Dörr nach, ob er die Reste mitnehmen kann. Die Idee, Taschen aus altem Sportgeräte-Leder und ebensolchen Turnmatten zu fertigen, war geboren. Mittlerweile sind daraus begehrte Kultobjekte geworden. Jedes einzelne ist handgefertigt, extrem widerstandsfähig und nicht nur für Sport-Asse ein Must-have. Vom klassischen Messenger-Bag über Damenhandtaschen bis hin zu Geldbörsen und gepolsterten Laptop-Taschen und Sleeves reicht die Palette.

Limitierte Stückzahl


Einziger Nachteil: Die Stückzahl ist extrem limitiert, weil Sportgeräte bekanntlich nicht so schnell kaputtgehen. Die Taschen sind daher nur in ausgewählten Taschengeschäften in Europa und Japan zu erwerben. Besonders begehrt sind Stücke mit Kritzeleien. „Lehrer sind super“ oder so.

Späte Rache am Turnunterricht

Heuer gab es für Bernd Dörr dafür sogar den blickfangdesignpreis in Silber. „Begründung der Jury: Zirkeltraining ist eine einzigartige Taschenkollektion aus Oberflächenmaterialien aus alten Schulsportgeräten. Wir nehmen noch regelrecht den Turnhallengeruch unserer Schulzeit wahr und erfahren späte Genugtuung beim Versagen des Bocksprungs. Die späte Rache findet sich auch im Markenauftritt wieder. Sportliche Professionalität wird augenzwinkernd inszeniert und gelebt. Und damit wird Zirkeltraining zweiter Sieger.“

In Wien gibt es die trendigen Taschen bei wienett, einem Online-Marktplatz für Handwerk und Design.